wir haben eine IRON Woman!
Sandra hat ihre erste Langdistanz grandios gemeistert. Wir gratulieren ihr dazu herzlich und ziehen den Hut! Anbei ihr spannender Bericht.
A perfect day! Wow, das Rennen war einfach nur genial!
Wie sollte es eigentlich auch anders sein, wenn man für den ersten Ironman extra nach Madison, Wisconsin fliegt und meine Trainerin Ute auch noch mitkommt... - Außer Ute waren noch Alex und Thomas vom Ute Mückel Triathlon Team mit dabei. Die beiden sind ebenfalls mit mir beim Ironman gestartet.
Mental war ich aber ganz anders drauf. In der Vorbereitungszeit war ich ständig krank, hatte wochenlang Halsschmerzen und mehr als genug an der Arbeit zu tun. Mein Vertrauen, den abschließenden Marathon nach 3,8 km Schwimmen und 180 km Rad zu schaffen war nicht sehr groß und so war ich die Woche zuvor ein ziemliches Nervenbündel.
Wie schon häufiger habe ich es dann doch geschafft, mich am Samstag vor dem Rennen auf die wesentlichen Dinge zu konzentrieren und alles nach Plan abzuspulen und mich vorzubereiten. Jetzt musste ich da ja eh durch!
Sonntag um 4 Uhr klingelte dann der Wecker und der Tag begann. Vorm Start ging die Sonne knallrot hinter dem See auf, es war windstill und einfach nur klasse. Der Schwimmstart lief super ohne Geprügel; ich bin ganz rechts gestartet. Allerdings war das Schwimmen sehr unrhythmisch und immer wieder war man plötzlich mitten in einem Pulk und es ließ sich schlecht schwimmen. Da wurde mir schon bewusst, dass es keine Schwimmbestzeit wird. War mir aber egal, denn ohne Panik zu schwimmen fand ich schon mehr als super.
Die erste Wechselzone ist dann wirklich laaaaang aber sowas von klasse: raus aus dem Wasser, rüber zum Parkhaus, Neo halb runter ziehen, sich auf den Hintern setzen und den Neo ausziehen lassen. Dann mit dem Neo im Arm die Helix (Spirale auf der die Autos normalerweise in das Parkhaus fahren) hochlaufen, rein in den ersten Konferenzsaal, Beutel schnappen, auf in den nächsten Saal und umziehen (Frauen und Männer getrennt) und dann auf zum Rad, selbiges schnappen, aufspringen, die zweite Helix runter radeln und ab auf die Radstrecke. - Ach ja, nur Profis dürfen die Radschuhe eingeklickt am Rad haben- somit war ich mal wieder sehr froh über meine MTB Schuhe, mit denen ich super durch die Wechselzone rennen konnte. Alex und Thomas, meine beiden Mitstarter, haben ihre Rennradschuhe beim Laufen mit dem Rad in der Hand getragen und erst kurz vorm Balken angezogen.
Auf der Radstrecke lief es die ersten 1,5h nicht so. Ich war echt müde vom Schwimmen, aber dann wurde es immer besser und ich bin wirklich locker die 180 km gefahren und habe mich am Ende gefühlt, als ob es nur 3h gewesen wären. Die Stimmung auf der Strecke war super und die 2 Runden sehr kurzweilig, vor allem, weil ich immer am Überholen war. Echt cool :-)
Am Ende der Radstecke musste man wieder die Helix hoch zum obersten Parkdeck fahren. Abspringen und wieder auf in das Konferenz-Center in den nächsten Saal zu den Laufsachen. Umziehen und auf ging es - mit Dixistopp, denn ich war bis dahin nicht auf Toilette.
Auf der Laufstrecke habe ich mich zuerst etwas schwer getan, mir aber gesagt, dass ich einfach mal 30-60min warte und schaue, wie es dann geht. Und was soll ich sagen, nach 45min war ich in meinem Trott und habe mich einfach nur super gefühlt. Dieses Jahr war die Laufstrecke etwas anders und wir sind mehr am Fluss lang gelaufen und haben uns den steilen Anstieg zum Observatorium gespart... Fand ich super *grins*. Am Seeufer war eine super Stimmung mit vielen Studies, die Party gemacht haben. Ich hatte einfach nur Spaß! In der Einkaufstraße standen dann unsere Homestay Eltern und haben uns alle drei wahnsinnig angefeuert. Man war das klasse - ich muss immer noch lachen, wenn ich daran denke! Ich habe mich da schon direkt auf die 2. Runde gefreut, da ich wusste, dass ich sie dann wieder sehe! Ute ist mit dem Rad zwischen uns dreien hin- und her gefahren und hat uns super angefeuert. Irgendwo bei km 25-28 meinte sie dann zu mir, dass das Rennen jetzt anfangen und es jetzt hart werden würde. Fragt mich nicht warum, aber es kam nicht so. Ich hatte keinerlei Probleme. Naja, ok, auf den letzten 5 Milen wurde es etwas zäher, aber nicht wirklich hart und ich habe nie, nie, nie gelitten, nur auf den letzten 2-3 Milen musste ich dann doch etwas beißen.
Nach 11:39 und etwas war ich dann überglücklich im Ziel und habe meine erste Langdistanz gefinished, juchuuuuu!
Ich bin immer noch hin und weg! Das war definitiv NICHT meine letzte LD, das Rennen ist mir leichter gefallen als so manche MD und hat Lust auf mehr gemacht! :-)
Danke Ute!
I am an Ironwoman!
Sandra